Insolvenzrisiken steigen: Auswirkungen von COVID-19, geopolitischer Lage und Energiekrise
Die anhaltenden wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die geopolitische Lage und die Energiekrise hinterlassen ihre Spuren. Die daraus resultierende Inflations- und Zinsentwicklung hat einen entscheidenden Einfluss auf das Insolvenzgeschehen: Unternehmen werden derzeit mit erheblichen Kostensteigerungen für Rohstoffe, Arbeitskräfte, Energie und weitere betriebliche Ausgaben konfrontiert. Damit einhergehende Preiserhöhungen führen zu einer (zusätzlich) sinkenden Nachfrage nach Produkten oder Dienstleistungen. Das hat beträchtliche Umsatzeinbußen zur Folge.
Hoch verschuldete Firmen sind besonders stark von steigenden Insolvenzrisiken betroffen, auch weil die Rückzahlung von Krediten oder Anleihen durch steigende Zinsen teurer wird. Diese weiteren finanziellen Belastungen können verstärkte Liquiditätsprobleme mit sich bringen. Die Refinanzierung wird für einige Unternehmen zunehmend schwierig.
Im Vorjahresvergleich ist laut Angaben des Statistischen Bundesamtes für das erste Quartal 2023 ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland um 18,2 Prozent zu verzeichnen. Die Wirtschaftszweige Verkehr und Lagerei wiesen in diesem Zeitraum prozentual die meisten Fälle auf. An zweiter Stelle stehen der Bergbau und die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie beispielsweise Zeitarbeitsfirmen. Einer diesjährigen Studie des Kreditversicherers Allianz Trade zufolge ist mit einer Zunahme der Unternehmensinsolvenzen von voraussichtlich 22 Prozent gegenüber dem Jahr 2022 zu rechnen.
Schutz vor Haftungsansprüchen
Mandatsbezogene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen spielen in den Bereichen Insolvenz und Sanierung beziehungsweise Restrukturierung von Unternehmen eine bedeutende Rolle. Die verantwortlichen Unternehmensleiter und Berater sind einer Vielzahl von komplexen rechtlichen und finanziellen Herausforderungen ausgesetzt. Eine zusätzliche, individuelle Absicherung potenzieller Haftungsrisiken ist daher unerlässlich. Sie bietet den handelnden Personen einen speziell auf das Mandat zugeschnittenen finanziellen Schutz hinsichtlich möglicher Haftungsansprüche, die aus eventuellen Pflichtverletzungen resultieren können.



