
Der von der aktuellen Bundesregierung verlautbarte „Herbst der Reformen“ ist in der Rentenpolitik angekommen.
Das Rentenpaket 2025 inklusive dem zweiten Betriebsrentenstärkungsgesetz sind durch den Bundestag beschlossen worden. Quasi zeitgleich wurde am 5.12.2025 auch ein Referentenentwurf des BMF zur „Revitalisierung“ der privaten Altersvorsorge veröffentlicht. Neben einer Neuausgestaltung des Zulagenverfahrens, einer Erweiterung der Palette an förderfähigen Altersvorsorgeprodukten sowie Regelungen für Riester-Bestandsverträge enthält der Referentenentwurf auch Schnittstellen zur bAV.
Allerdings - künftig soll nur ein Teil der in der privaten Altersvorsorge zulässigen Produktwelt auch in der bAV möglich sein und gefördert werden können. Der Referentenentwurf erzeugt damit deutliche Unterschiede zwischen der 2. und der 3. Säule des deutschen Alterssicherungssystems. Der Verzicht auf das Erfordernis lebenslanger Leistungen in der 3. Säule verlässt dabei erneut wie beim Vorgängerentwurf der ehemaligen „Ampel-Koalition“ den bisherigen Grundkonsens, dass staatlich zulagengeförderte Altersvorsorgeangebote eine Absicherung des Langlebigkeitsrisikos beinhalten müssen.







