Berufliche Altersvorsorge bleibt bevorzugter Benefit
Laut der Studie möchten die Befragten, dass ihr Arbeitgeber auf die berufliche Altersvorsorge (BVG) den stärksten Fokus legt: 49 Prozent wünschen sich in diesem Bereich mehr Unterstützung. Denn die langfristige finanzielle Absicherung läuft oft über den Arbeitgeber. Gut die Hälfte (55 Prozent) gaben dabei an, dass die Vorsorgepläne ihres Arbeitgebers die eigenen Bedürfnisse erfüllen. Interessanterweise beträgt diese Zustimmung sogar 69 Prozent unter den Mitarbeitenden, welche ihre Vorsorgesituation regelmässig über eine App überwachen (können). Hingegen sagen zwei Drittel der Befragten auch, dass sie weniger in die Altersvorsorge investieren als sie idealerweise sollten.
Erfahrungsgemäss sind Mitarbeitende grundsätzlich bereit für die Altersvorsorge zu sparen, jedoch bleibt es oft nur beim guten Vorsatz. Wenn es aber ein unterstützendes Angebot seitens des Arbeitgebers gibt, wird die Sparbereitschaft besser umgesetzt. Das liegt auch in der Tatsache begründet, dass Mitarbeitende ihrem Arbeitgeber grosses Vertrauen entgegenbringen, ihre Einlagen verantwortungsvoll zu verwalten bzw. verwalten zu lassen.
Wellbeing zunehmend wichtiger für alle Parteien
Neben der beruflichen Vorsorge wünschen sich Mitarbeitende auch, dass Arbeitgeber sie in den Bereichen emotionale (27 Prozent) und körperliche (23 Prozent) Gesundheit unterstützen. Hier zeigen sich die Folgen der Pandemie: Zuvor war emotionales und körperliches Wellbeing meist eine Privatsache. Mittlerweile ist es auch ein Thema für Arbeitgeber geworden, weil sich das Verständnis durchgesetzt hat, dass Mitarbeitende ohne Gesundheitsprobleme stärker motiviert sind, weniger unter Stress leiden und weniger Fehlzeiten verursachen.
So berichten 76% der Mitarbeitenden, welche der Ansicht sind, ihr Arbeitgeber kümmere sich um ihre Gesundheit, bei ihrem aktuellen Arbeitgeber bleiben zu wollen gegenüber nur 44% bei Arbeitgebern ohne Gesundheitsfokus. Und ein Blick auf das Engagement und die Absenzen der Arbeitnehmenden zeichnet ein noch deutlicheres Bild: 63 Prozent der Belegschaft von «gesundheitsorientierten» Unternehmen bezeichnen sich als sehr engagiert im Job gegenüber nur 13% in der Vergleichsgruppe. Mitarbeitende, welche sich in ihrer Gesundheit unterstützt fühlen, melden durchschnittlich 21 verlorene Tage aufgrund von Absenzen oder Präsentismus gegenüber 30 Tagen in der Vergleichsgruppe.
Damit ist Wellbeing nicht nur ein weiterer Benefit, sondern essenziell für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Unternehmen sowie im Kampf um neue Fachkräfte am Arbeitsmarkt.