Als mit Abstand teuerstes Einzelereignis 2022 führte Hurrikan „Ian“ in den USA zusammen mit Überschwemmungen, Hagel- und Winterstürmen dazu, dass die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen weltweit auch letztes Jahr über dem Durchschnitt lagen.
Darüber hinaus waren die Auswirkungen von Covid-19 in Form von Lieferkettenengpässen ganzjährig spürbar. Anhaltende Diskussionen zu Cyber- und Pandemieklauseln wurden um Länderausschlüsse für Belarus, Russland und die Ukraine ergänzt. Die Versicherer passten ihre Sanktionsklauseln entsprechend an.
Große Belastung durch Energiekrise und Umweltkatastrophen
Knappe Kapazitäten in der Sach- und Ertragsausfallversicherung sowie eine teils zurückhaltende Zeichnungspolitik der Versicherer hatten auch 2022 weitere Prämienratenerhöhungen zur Folge. Vor allem für schwere Risiken mussten die Unternehmen weitere Deckungseinschränkungen und höhere Selbstbehalte in Kauf sowie vermehrt internationale Märkte in Anspruch nehmen. Die Ukraine- und Energiekrise sowie die damit einhergehende Inflation führten zusätzlich zu immensen Mehrbelastungen.