
Nach mehreren schwachen Jahren zeigt der IPO-Markt wieder erste Zeichen der Erholung. Rückläufige Inflationsraten, ein stabiler geldpolitischer Kurs und eine insgesamt ruhigere Marktverfassung haben 2025 dazu geführt, dass die Zahl der Börsengänge weltweit wieder leicht gestiegen ist. Dennoch bleiben Investoren selektiv und achten stärker denn je auf belastbare Geschäftsmodelle, transparente Governance und realistische Bewertungen.
Regional zeigen sich dabei deutliche Unterschiede. Die USA bleiben das Zentrum des Börsengeschehens und fungieren als Benchmark und Qualitätsfilter für den globalen IPO-Markt. In Asien entwickeln sich einzelne Märkte dynamisch, während andere – etwa China und Hongkong – unter geopolitischen Spannungen und regulatorischen Unsicherheiten leiden. Europa hingegen stabilisiert sich zwar, bleibt aber im globalen Vergleich zurück.
Besonders deutlich wird dies am deutschen Markt: Mit nur drei klassischen Börsengängen war 2025 das schwächste IPO-Jahr seit 2020. Bewertungsunsicherheiten, begrenzte Liquidität im Sekundärmarkt und eine ausgeprägte Risikoaversion institutioneller Investoren erschweren weiterhin den Gang an die Börse.
Prognosen sind vorsichtig optimistisch
Für 2026 gehen Branchenexperten von einer selektiven Marktöffnung aus. Während der erste deutsche Börsengang des Jahres positive Signale sendete, verbreiten geopolitische Spannungen weiterhin Unsicherheit.
Positiv hingegen ist die Marktentwicklung für die Prospekthaftpflichtversicherungen (POSI). Unternehmen können Haftungsrisiken aus Börsengängen weiterhin zu attraktiven Konditionen absichern.
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