Der Internationale Männertag, der jährlich am 19. November begangen wird, ist eine gute Gelegenheit, um das Bewusstsein für die Herausforderungen im Bereich Gesundheit und Wohlbefinden zu schärfen, von denen Männer unverhältnismäßig stark betroffen sind und die oft auf Stigmatisierung und Unterdiagnostizierung zurückzuführen sind. Dieser Tag regt uns dazu an, über diese Herausforderungen nachzudenken, offene Gespräche zu fördern und ein gesünderes, unterstützendes Umfeld zu schaffen, auch am Arbeitsplatz.
- Männer leben in der Regel kürzer: Weltweit sterben Männer im Durchschnitt fünf Jahre früher als Frauen, oft an vermeidbaren Ursachen wie Herzkrankheiten, Krebs und Selbstmord.
- Herzerkrankungen und Diabetes: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache bei Männern. Zu den Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, Übergewicht, schlechte Ernährung und Bewegungsmangel.
- Krebsrisiken: Weltweit ist Prostatakrebs die häufigste Krebsdiagnose bei Männern aller Altersgruppen, während Hodenkrebs die häufigste Krebsart bei jungen Männern im Alter von 15 bis 34 Jahren ist.
Etwa jeder achte Mann wird im Laufe seines Lebens mit Prostatakrebs diagnostiziert.
- Psychische Gesundheit ist wichtig: Obwohl Frauen häufiger psychische Störungen melden oder diagnostiziert werden, stellt Stigmatisierung nach wie vor ein erhebliches Hindernis dar, das Männer davon abhält, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies führt wahrscheinlich dazu, dass das tatsächliche Ausmaß psychischer Probleme bei Männern unterschätzt wird. Dennoch sterben Männer viermal häufiger durch Suizid als Frauen und machen weltweit über 75% aller Suizide aus.
- Zurückhaltung bei der Suche nach Hilfe: Männer suchen nur halb so häufig einen Arzt auf wie Frauen und nehmen seltener an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen teil oder sprechen über ihre
gesundheitlichen Probleme.
Es ist wichtig, das Stigma rund um die Gesundheit von Männern zu brechen und ein unterstützendes Umfeld am Arbeitsplatz und darüber hinaus zu schaffen, in dem Männer sich wohlfühlen, wenn sie Hilfe suchen und ihrem Wohlbefinden Priorität einräumen.
Die Förderung der Gesundheit von Männern am Arbeitsplatz dient nicht nur dazu, krankheitsbedingte Fehlzeiten zu reduzieren oder die Leistung zu steigern, sondern auch dazu, zu zeigen, dass jeder Mitarbeiter geschätzt wird. Indem wir eine Kultur fördern, in der Männer sich wohlfühlen, wenn sie Hilfe suchen und ihrem Wohlbefinden Priorität einräumen, können wir ein integrativeres, unterstützenderes und gesünderes Umfeld für alle schaffen. Nutzen wir den Internationalen Männertag als Erinnerung daran, dass die Pflege der eigenen Gesundheit nicht nur eine persönliche Verantwortung ist, sondern eine Teamleistung.