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German Pension Finance Watch Q3 2022

Autor

Hanne Borst,
Dr. Johannes Heiniz und
Daniel Stühn
21. Oktober 2022

Durch die weiter gestiegenen Energiepreise erreichte die Inflation in Deutschland im September 10,0 Prozent. Sie übertraf damit sogar die hohen Inflationsraten der 1970er Jahre. In der Eurozone wurde mit 10,0 Prozent der höchste Stand der Inflation seit ihrem Bestehen registriert. Die Notenbanken reagierten daraufhin mit bereits angekündigten Leitzinserhöhungen als Teil ihrer restriktiven Geldpolitik.

Infolgedessen stieg auch der internationale Rechnungszins zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen seit dem Ende der ersten Jahreshälfte 2022, trotz der hohen Volatilität im Marktumfeld, um weitere 44 Basispunkte auf letztendlich 3,76 Prozent.

Dies führte zu weiteren Entlastungen der Pensionsverpflichtungen, die im Vergleich zum Vorquartal um etwa 6 Prozent auf 282 Mrd. Euro im DAX bzw. 55,2 Mrd. Euro im MDAX zurückgingen. Der Ausfinanzierungsgrad stieg abermals und erreichte einen neuen Höchststand von 86,6 Prozent (DAX) bzw. 76,5 Prozent (MDAX).

Dieser weitere Zuwachs konnte trotz eines Rückgangs der Planvermögen erreicht werden, da die verpflichtungsseitigen Entlastungen durch den Zinsanstieg die kapitalmarktbedingten Verluste der Pensionsvermögen überstiegen. Die Planvermögen der Unternehmen reduzierten sich um rund 5 Prozent auf 244,2 Mrd. Euro (DAX) bzw. auf 42,2 Mrd. Euro (MDAX).

Die Unternehmen sind insgesamt gut beraten ihre Pensionssysteme im Spannungsfeld zwischen Inflationsbekämpfung und Rezessionsängsten weiterhin im Blick zu behalten.

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Autoren

Hanne Borst, Head of Retirement Germany/Austria

Hanne Borst

Head of Retirement Germany/Austria

Dr. Johannes Heiniz, Head of General Consulting Germany und Geschäftsführer WTW Pension Buyout Solution

Dr. Johannes Heiniz

Head of General Consulting Germany und Geschäftsführer WTW Pension Buyout Solution

Foto von Daniel Stuehn

Daniel Stühn

Senior Associate Retirement, Actuarial Consulting

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