FRANKFURT am Main, 18. Februar 2026 – Geopolitische Instabilität und eine Zunahme gewalttätiger Konflikte zwischen Staaten haben zu einem weltweiten Anstieg der Verteidigungsausgaben geführt. Allerdings sehen sich Rüstungsunternehmen trotz steigender Nachfrage mit finanziellen und strukturellen Herausforderungen konfrontiert. Der Report „Neue wirtschaftliche Risiken im Verteidigungssektor managen” von Willis, einem Geschäftsbereich von WTW, beleuchtet die Top-5-Risiken für die Rüstungsindustrie: ein Spagat zwischen nationaler Souveräntät und Ressourcenbündelung, Zollkonflikte, die Abhängigkeit von China, sogenannte „Phantom“-Ausgaben sowie ein Scheitern der Reindustrialisierung. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von Führungskräften aus der Verteidigungsindustrie aus Nordamerika, Europa und Australien, die das Beratungsunternehmen in Zusammenarbeit mit Oxford Analytica durchgeführt hat.
Begrenzte Kapazitäten und mangelnde Zusammenarbeit
„Nachdem wir in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren ein historisches Tief an staatlichen Konflikten erlebt haben, hat sich das Blatt zuletzt gewendet. Staatliche Gewalt hat spürbar zugenommen und löste damit einen starken Anstieg der Verteidigungsausgaben sowie eine Neuordnung globaler Lieferketten im Rüstungssektor aus“, sagt Silja-Leena Stawikowski, Senior Account Manager Special Risk bei Willis. „Für Marktteilnehmer bedeutet diese neue Risikolandschaft erhebliche Auswirkungen auf operative Prozesse und die strategische Planung.“ Laut Report ist die Rüstungsindustrie zwar von einer stark wachsenden Nachfrage geprägt, hat aber zugleich mit begrenzten Produktionskapazitäten und einer mangelnden internationalen Zusammenarbeit zu kämpfen.
Abb. 1: Risikoradar für Wirtschaftsrisiken der Verteidigungsindustrie (geordnet nach Anzahl der Nennungen)
Die Top-5-Risiken: von Abhängigkeiten bis Zollkonflikten
Der Verteidigungssektor sieht sich mit folgenden zentralen wirtschaftlichen Risiken konfrontiert:
Geopolitische Risiken absichern
Diese neuen wirtschaftlichen Risiken erfordern eine passgenaue Absicherungsstrategie. Versicherungen gegen Enteignung, Vertragsbruch oder Lieferkettenunterbrechungen sind zentrale Instrumente, um im Notfall weiterhin geschäftsfähig zu bleiben. Angesichts hoher Investitionssummen und eng verzahnter, grenzüberschreitender Wertschöpfungsketten erkennen europäische Firmen des Verteidigungsssektors zunehmend den Wert derartiger Lösungen. Stawikowski: „So machen Unternehmen auch unter den volatilen Rahmenbedingungen Risiken beherrschbar und sichern ihre Existenz.”
Über WTW
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