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Herzgesundheit bei Frauen: Was jede Frau wissen sollte

Wellbeing Tipp September 2026

1. September 2026

Wenn wir an Frauengesundheit denken, kommen uns meist Themen wie Hormone, Fruchtbarkeit oder die Menopause in den Sinn. Ein entscheidender Aspekt wird jedoch noch immer häufig unterschätzt: die Herzgesundheit.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache bei Frauen. Rund jede dritte Frau stirbt daran[1]. Dennoch ist das Bewusstsein für dieses Risiko nach wie vor vergleichsweise gering, und viele Frauen erkennen Warnsignale oder Risikofaktoren nicht frühzeitig.

  • Warum Herzgesundheit Frauen besonders betrifft

    Herzkrankheiten galten lange Zeit als typisches «Männerproblem». Dieses Bild ist heute überholt.

    Frauen:

    • Erhalten häufig später oder gar keine frühzeitige Diagnose
    • Zeigen oftmals andere oder weniger eindeutige Symptome
    • Sind in der medizinischen Forschung und in klinischen Studien nach wie vor unterrepräsentiert

    Dadurch werden Warnsignale häufiger übersehen oder medizinische Hilfe erst verspätet in Anspruch genommen.

  • Es geht nicht nur ums Alter – sondern um die Lebensphasen

    Die Herzgesundheit von Frauen wird durch verschiedene Lebensphasen beeinflusst. Je nach Alter und Lebenssituation verändern sich auch die Risikofaktoren.

  • Schwangerschaft und frühes Esrwachsenenalter

    Bestimmte Komplikationen während der Schwangerschaft – beispielsweise Bluthochdruck – können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im späteren Leben erhöhen[2].

  • Lebensmitte und Menopause

    Mit der Menopause sinkt der Östrogenspiegel. Gleichzeitig können die Blutgefässe an Elastizität verlieren und Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte zunehmen[3]. Dadurch steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in dieser Lebensphase deutlich an.

  • Höheres Alter

    Frauen entwickeln Herzkrankheiten im Durchschnitt später als Männer. Dennoch bestehen auch im höheren Alter Unterschiede bei Symptomen, Diagnosestellung und Behandlungsergebnissen[4].

  • Warnsignale erkennen: Die Symptome können anders sein

    Ein Herzinfarkt äussert sich bei Frauen nicht immer durch die «klassischen» Brustschmerzen. Neben Beschwerden im Brustbereich können auch folgende Symptome auftreten3.

    • Ungewöhnliche oder ausgeprägte Müdigkeit
    • Atemnot
    • Übelkeit oder Schwindel
    • Schmerzen im Rücken, Nacken oder Kiefer

    Da diese Beschwerden häufig unspezifisch sind, ist es wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und bei ungewöhnlichen Symptomen frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen.

  • Alltag und Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle

    Die gute Nachricht: Viele der wichtigsten Risikofaktoren lassen sich aktiv beeinflussen. Dazu gehören[5]:

    • Bewegungsmangel
    • unausgewogene Ernährung
    • Rauchen und übermässiger Alkoholkonsum
    • Unzureichender Schlaf
    • Anhaltender Stress

    Auch unsere Arbeits- und Lebensgewohnheiten haben einen grossen Einfluss. Lange Arbeitszeiten, viele Stunden vor dem Bildschirm und die Herausforderung, Beruf, Familie und Privatleben miteinander zu vereinbaren, können diese Risikofaktoren zusätzlich verstärken.

    Zudem zeigen immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse, dass psychosozialer Stress das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen erhöht. Dies verdeutlicht, wie eng körperliche und mentale Gesundheit miteinander verbunden sind[6].

  • Was Sie für Ihre Herzgesundheit tun können

    Für ein gesundes Herz braucht es keine Perfektion. Bereits kleine, konsequent umgesetzte Veränderungen können langfristig einen grossen Unterschied machen. Hilfreiche Massnahmen sind beispielsweise:

    • Regelmässig bewegen: Schon tägliche Spaziergänge wirken sich positiv auf die Herzgesundheit aus
    • Ausreichend schlafen: Achten Sie möglichst auf einen regelmässigen und erholsamen Schlaf
    • Gesundheitswerte im Blick behalten: Lassen Sie Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker regelmässig kontrollieren
    • Stress aktiv begegnen: Planen Sie bewusst Erholungspausen ein, setzen Sie klare Grenzen und nutzen Sie Unterstützung, wenn nötig
    • Die eigene Vorgeschichte kennen: Dazu gehören auch Schwangerschaftskomplikationen sowie familiäre Risikofaktoren

Je früher gesunde Gewohnheiten etabliert werden, desto grösser ist ihr langfristiger Nutzen für die Herzgesundheit.

Fazit

Herzgesundheit ist in jeder Lebensphase wichtig. Wer Warnsignale kennt, persönliche Risikofaktoren versteht und frühzeitig vorbeugende Massnahmen ergreift, kann seine langfristige Gesundheit entscheidend stärken.

Schon kleine Veränderungen im Alltag können langfristig einen positiven Unterschied machen – für die eigene Gesundheit, aber auch für Familie und Umfeld.

Haftungsausschluss

Die hier bereitgestellten Informationen beziehen sich auf zuverlässige Quellen, stehen jedoch nicht offiziell im Zusammenhang mit WTW oder einem seiner Produkte.

Ihr Kontakt

Nicoletta Blaschke, Head of Health & Benefits Germany & Austria

Nicoletta Blaschke

Head of Health & Benefits Germany & Austria

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