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Survey-Report

Ergebnisbericht zur weltweiten Verwendung von ESG-Kennzahlen in 2023

Von Shai Ganu , Kenneth Kuk , Robert Newbury und Xujing Zhu | 23. Januar 2024

Die WTW Studie ergibt, dass 81 % der globalen Unternehmen ESG-Metrics in variablen Vorstandsvergütungssystemen implementiert haben. Die Relevanz klimarelevanter Kennzahlen ist deutlich gestiegen.
ESG and Sustainability|Executive Compensation
ESG In Sight

Die Analysen von WTW ergeben, dass 81 % der globalen Unternehmen ESG-Kennzahlen in ihren variablen Vergütungssystemen für Vorstände implementiert haben und dass vor allem die Relevanz von klimarelevanten Kennzahlen deutlich gestiegen ist.

Das vierte Jahr in Folge hat WTW eine Studie zur globalen Nutzung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kennzahlen (ESG) in Incentive-Plänen für Vorstände durchgeführt. Dabei werden sowohl die kurzfristig (STI) als auch die langfristigen (LTI) variablen Vergütungssysteme betrachtet. Die Grundlage der Analyse sind öffentlich zugängliche Informationen von mehr als 1.000 Unternehmen, darunter Unternehmen des S&P 500, FTSE 100, TSX 60 sowie aller wesentlichen Top-Indizes in Westeuropa und APAC. Die Studie bietet nicht nur Einblicke in die allgemeine Prävalenz von ESG-Kennzahlen in der Vorstandsvergütung, sondern auch eine detaillierte Analyse von Branchentrends und Messmethoden.

Die Analyse ergibt, dass ESG-Kennzahlen mittlerweile in 81 % der Incentivesysteme für Vorstände weltweit verwendet werden, dies entspricht einem Anstieg von sechs Prozentpunkten im Vergleich zur Vorjahresstudie. Im Vergleich der Regionen reicht die Spanne der Marktüblichkeit von 76% für die US-Unternehmen bis zu 93% für europäische Unternehmen. Während die meisten Unternehmen ESG-Kennzahlen im STI integrieren, ist die Berücksichtigung in den LTI-Plänen mit der Zeit stetig gestiegen, insbesondere beim Vorreiter Europa (56 % der Unternehmen). In den USA und Kanada hat sich die Verwendung der ESG-Kennzahlen in LTI-Plänen seit 2019 zwar mehr als verdreifacht, sie bleibt allerdings weiterhin auf niedrigem Niveau.

Während mehr als drei Viertel der im asiatisch-pazifischen Raum ansässigen Unternehmen die Verwendung von mindestens einer ESG-Kennzahl offenlegen, variiert die landesspezifische Marktpraxis erheblich. In Ländern wie Australien, Japan und Singapur gibt es eine robuste Offenlegungspraxis und eine hohe Häufigkeit von ESG-Kennzahlen, die in etwa auf vergleichbarem Niveau mit Europa und Nordamerika liegt. In anderen Teilen des asiatisch-pazifischen Raums sind die Vergütungspraktiken jedoch weniger ausgereift, und die Verwendung von ESG-Kennzahlen ist nach wie vor unüblich.

Die soziale Kategorie „Humankapital“ stellt nach wie vor die am häufigsten verwendete ESG-Kategorie dar: in Europa und Nordamerika liegt die Prävalenz von Kennzahlen in den Bereichen Mitarbeiterengagement, Arbeitssicherheit oder Nachfolge-/Talentmanagement zwischen 70 % und 83 %.

In der Zwischenzeit hat die Nutzung von Umwelt- und Klimakennzahlen erheblich zugenommen. In Europa berücksichtigen 80 % der Unternehmen inzwischen Umwelt- und Klimakennzahlen in den Incentivesystemen der Vorstände. In Kanada hat sich die Anzahl der Unternehmen, die mindestens eine Umwelt- und Klimametrik enthalten, von 27 % im Jahr 2020 auf 50 % im Jahr 2023 verdoppelt. Bemerkenswert ist die Entwicklung in den USA: hier hat sich die Implementierung im gleichen Zeitraum von 12 % auf 44 % fast vervierfacht. Und auch im asiatisch-pazifischen Raum ist ein Wachstum von 28 % auf 39 % zu verzeichnen.

ESG-Kennzahlen werden weiterhin sowohl quantitativ als auch qualitativ gemessen. Im Vergleich zu den anderen Regionen verwenden US-Unternehmen eher qualitative Kennzahlen zur Bewertung der ESG-Performance, während drei Viertel der europäischen Unternehmen die ESG-Performance quantitativ messen. Im Allgemeinen wird die ESG-Performance in LTI-Plänen häufiger quantitativ gemessen als in STI-Plänen.

Eine weitere interessante Entwicklung ist die Annäherung der Branchenpraktiken. Die deutliche Zunahme der Verwendung von ESG-Kennzahlen in Branchen wie Informationstechnologie und dem Gesundheitswesen führt dazu, dass diese auf die Niveaus der Versorgungs-, Rohstoff- und Industriebranche aufschließen. Die Einbeziehung von ESG-Kennzahlen in die Incentivesysteme wird damit immer mehr zur allgemein gelebten Praxis, wobei jede Branche auf die Kennzahlen fokussiert, die den größten Einfluss auf die langfristige Wertschöpfung ihrer Unternehmen hat.

Laden Sie sich unseren Ergebnisbericht 2023 herunter, um mehr über die detaillierten globalen Ergebnisse zu erfahren.

Autoren

Managing Director and Global Leader, Executive Compensation and Board Advisory

Senior Director, Work and Rewards

Senior Director, Global Executive Compensation Analysis Team (Columbus)

Senior Director, Asia and Australasia Leader, Executive Compensation and Board Advisory

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Senior Director Executive Compensation, Work and Rewards
Germany/Austria

Director Executive Compensation, Work and Rewards
Germany/Austria

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