
Pionierarbeit mit vielen Neuerungen
Führende Technologie-Unternehmen wie Google, Netflix oder Spotify prägen die Lebens- und Arbeitswelt der Zukunft, nicht nur durch ihre Produkte, sondern auch durch ihre Arbeitsweisen. Es waren Technologie-Unternehmen, die sich intensiv der Frage gewidmet haben, wie man Arbeit in komplexen sozialen Systemen, wie sie selbst es sind, für alle Beteiligten besser organisieren kann und wie man diese Ansätze auf immer größere Einheiten erfolgreich skaliert.
Ihre Pionierarbeit hat heutige Vorstellungen von Aufbau- und Ablauforganisation weit über die Tech-Branche hinaus revolutioniert. Wichtige Neuerungen sind etwa flache Hierarchien, Netzwerke aus selbstorganisierten Teams, kurze Iterationen von Versuch und Irrtum, kontinuierliches Lernen, radikaler Fokus auf Kunden- bzw. User-Experience, Peer-Feedback, permanent wechselnde Rollen, ein hoher Grad von Transparenz sowie die herausragende Bedeutung der Unternehmenskultur.
Die neuartige Arbeitsorganisation der Tech-Unternehmen hat auch einen neuen, experimentelleren Umgang mit den traditionellen Systemen und Prozessen rund um Leveling und Stellenarchitektur mit sich gebracht. Sie sind laut der WTW-Studie „The Start-up-Experience“ aus dem Jahr 2019 für Start-ups in den ersten Jahren kein Thema und werden erst ab einer Größe von mehreren Hundert Mitarbeitenden nach durchschnittlich fünf oder mehr Jahren überhaupt relevant. Dann gilt: so viel Flexibilität wie möglich, so viel Struktur wie nötig. Und immer unter der Prämisse: People over Process.
Was machen Technologie-Unternehmen in Sachen Leveling und Stellenarchitektur konkret anders?
Betrachten wir dazu den plakativ dargestellten Dreiklang aus Struktur, Prozessen und Erfahrung sowie die fortlaufende Evolution des Vorgehens.
Was bedeutet das für traditionelle Unternehmen?
Können traditionelle Unternehmen von Technologie-Unternehmen lernen? Jein. In der Regel haben traditionelle Unternehmen einen völlig anderen Ausgangspunkt als die ehemaligen Start-ups der Technologie-Branche. Traditionelle Unternehmen sind heute mehr oder minder mit organisatorischen „Altlasten“ beladen: viel zu viel Struktur, Prozesse, Systeme, Vorgaben, Abstimmungsrunden, Komitees, alles auf Basis ererbter Annahmen und Glaubenssätze aus einer vergangenen Zeit, vieles davon angesichts einer hochdynamischen Arbeitswelt und knapper Talente längst obsolet.
Dieses kulturelle „Operating System“ zu ändern, erfordert Mut, Beharrungsvermögen und Experimentierfreude. Insofern können die Praktiken von Technologie-Unternehmen Inspiration sein für die jeweils eigene Reise, aber sie eignen sich nicht zum Kopieren. Der Weg ist das Ziel. Wie gute Lösungen in Ihrem Unternehmen aussehen, lässt sich nicht vorwegnehmen, sondern nur in fortlaufender Interaktion mit dem Unternehmenssystem und den einzelnen Akteuren erarbeiten. Wie für jede Reise gilt, sie beginnt mit dem ersten Schritt. Viele Unternehmen sind bereits auf dem Weg. WTW begleitet auch Sie dabei sehr gern.

