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Pressemitteilungen

Corona-Krise: Stresstest für Employee Experience

Employee Experience Survey von Willis Towers Watson

23. August 2021

Kurzarbeit, Restrukturierungsmaßnahmen und Gehaltseinbußen haben das Verhältnis von Mitarbeitenden zu ihren Unternehmen auf eine harte Probe gestellt.
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FRANKFURT AM MAIN, 23. August 2021 – Im Zuge der Umstellung auf neue Arbeitsformen gewinnt die Employee Experience, das tägliche Arbeitserlebnis und die Summe der Berührungspunkte von Mitarbeitenden mit dem Unternehmen, für immer mehr Arbeitgeber an Bedeutung. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Willis Towers Watson zeigt, dass fast alle der befragten Unternehmen (91 Prozent in Westeuropa) die Employee Experience in den nächsten drei Jahren verbessern wollen (vor der Pandemie: 40 Prozent). Die meisten westeuropäischen Befragten gaben ein positives Mitarbeitererlebnis als wichtigen Faktor für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden (81 Prozent), das Engagement (74 Prozent), die Produktivität (68 Prozent) sowie die allgemeine Geschäftsentwicklung (Overall Business Performance – 67 Prozent) an. Die Anpassung an die neue Realität braucht Zeit und erfordert ein hybrides Arbeitsmodell, viele Unternehmen sind jedoch noch nicht startklar.

„Unternehmen haben ihren Mitarbeitern seit Beginn der Pandemie mit Home-Office, Kurzarbeit und Restrukturierungen viel abverlangt. Jetzt sollten sie dringend einen Ausgleich dafür schaffen“, so Ariane Köhler, Leiterin Talent & Rewards bei Willis Towers Watson in Frankfurt. „In den kommenden Wochen und Monaten wird sich der Wettbewerb um gute Mitarbeiter und Führungskräfte wieder verschärfen. Unternehmen, welche die Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter nur zögerlich oder gar nicht verbessern, werden dann wohl hart abgestraft – wenn Mitarbeiter sich anderweitig umsehen oder offene Stellen nur schwer besetzt werden können“, führt die HR-Expertin aus.

Home-Office, Kurzarbeit und Restrukturierung: Einschneidende Maßnahmen verändern Arbeitsalltag

Bedingt durch die Pandemie sind Mitarbeitende der Studie nach in Westeuropa zu 68 Prozent entweder ganz zu Hause oder nutzen hybride Arbeitsmodelle (vor drei Jahren: zwölf Prozent). Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (46 Prozent) haben Arbeitskräfte oder Stunden reduziert. Bei ebenso vielen wurden die Vergütung und/oder Nebenleistungen gekürzt. „Wie Mitarbeitende ihren Arbeitgeber wahrnehmen, hat sich im letzten Jahr erheblich gewandelt.

Einige Unternehmen reagierten schnell und unbürokratisch auf die Herausforderungen zu Gunsten der Mitarbeitenden. Für den Großteil war es jedoch schwierig, sich an die neue Situation anzupassen und dabei die Mitarbeitenden mitzunehmen“, berichtet Köhler.

Die Pandemie stellt EX auf die Bewährungsprobe und hat Konsequenzen für Unternehmen und Mitarbeiter wie z.B. wie Arbeiten im Home Office, gekürzte Arbeitszeiten, Restrukturierungen oder gekürzte Gehälter bzw. Nebenleistungen
Einschneidende Maßnahmen während der Pandemie prägen Employee Experience

Quelle: 2021 Employee Experience Survey, Daten für Westeuropa, Willis Towers Watson

Die HR-Expertin betont: „Dies wird spätestens problematisch, wenn die Konjunktur anzieht und die Nachfrage nach Fachkräften steigt.“ Dann werde sich nicht nur zeigen, welche Unternehmen die besten Talente langfristig halten können. Unternehmen, in denen das Verhältnis zwischen Mitarbeitenden und Arbeitgeber ‚stimmt‘, sind im Vergleich zu ihren Wettbewerbern zudem erfolgreicher und produktiver. Das spiegelt sich in verbesserten Finanzkennzahlen wider, denn eine positive Employee Experience prägt die Organisationskultur und das Mitarbeiterengagement.

Unternehmen, die sich im Sinne von EX verändern, sehen positive Auswirkungen auf die Employee Experience der Mitarbeiter, dem Wellbeing, der Organisationskultur sowie dem Mitarbeiterengagement und auch Produktivität sowie Umsatz werden positiv beeinflusst.
Employee Experience befördert nachweislich Geschäftserfolg

Quelle: 2021 Employee Experience Survey, Daten für Westeuropa, Willis Towers Watson

Fünf Maßnahmen für eine bessere Employee Experience

"Mit Blick auf die Zeit nach der Pandemie wird es für Unternehmen entscheidend sein, ob sie das Mitarbeitererlebnis verbessern können“, führt HR-Expertin Köhler aus.

Um die Employee Experience zu verbessern, lohnt es sich, die Berührungspunkte von Mitarbeitenden und ihrem Unternehmen genauer zu betrachten. Die Zusammenarbeit mit Kollegen und Führungskräften ist das Fundament, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Diese Ziele dienen einer übergeordneten Vision/Mission, sodass der Arbeit eine Sinnhaftigkeit verliehen wird. Mitarbeitende leisten einen Beitrag durch ihre Arbeit und möchten diesen honoriert sehen. Diese Aspekte lassen sich in den vier Dimensionen Sinnhaftigkeit, Personalentwicklung, Arbeit und Total Rewards zusammenfassen. Hieraus leitet Köhler fünf Maßnahmen ab, welche die Employee Experience schnell und nachhaltig optimieren können.

  1. Flexibilität und Work-Life-Balance fördern: Richten Sie flexible Arbeitsverhältnisse neu aus. Eine Anwesenheitspflicht von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr ist nicht mehr zeitgemäß. Mitarbeitende wollen selbst entscheiden, wann und wo sie arbeiten – zumindest bis zu einem gewissen Grad. So erreichen sie eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben bzw. eine bessere Work-Life-Balance – Kriterien, die weiterhin sehr gefragt sein werden.
  2. Faire Vergütung, Wertschätzung und Wellbeing ausbauen: Überprüfen Sie die Gesamtvergütung, Benefits und Regelungen, die einen Einfluss auf die Employee Experience haben. Besteht eine Gender-Pay-Lücke oder ist das Unternehmen bereits ein Fair-Pay-Employer? Erleben Mitarbeitende ungeachtet ihrer Herkunft und Weltanschauung Wertschätzung und Förderung? Werden Mitarbeitende auch in Krisen unterstützt, z. B. durch Employee-Assistance-Programme?
  3. Führungskräfte für den Wandel schulen: Eine Employee Experience existiert in jedem Unternehmen, weil in jedem Unternehmen Mitarbeitende Tag für Tag etwa auf Kollegen, Führungskräfte, gute oder schlechte Arbeitsbedingungen treffen. Daher sollte hier nichts dem Zufall überlassen werden. Es ist Aufgabe der Unternehmensleitung, Führungskräfte mit den notwendigen Informationen, Vorgaben und Management-Tools auszustatten, um Wandel erfolgreich vorantreiben zu können.
  4. Nah an den Mitarbeitenden bleiben: Was treibt die Mitarbeitenden um? Unternehmen, die hierüber keine Kenntnis erlangen, agieren im Blindflug. Vielmehr gilt es, durch persönliche Gespräche und/oder Mitarbeiterbefragungen zu verstehen, was die Mitarbeiter beschäftigt. Eine gute Kommunikation ist der Schlüssel für eine wirkungsvolle Employee Experience.
  5. Employee Experience strategisch aufstellen: Bisher haben nur neun Prozent der Unternehmen die Employee Experience und die Geschäftsstrategie aufeinander abgestimmt. Gute und effektive Technologien (z. B. für den Zugang zu Benefits, die Steuerung von Beurteilungs- und Gehaltsanpassungsprozessen oder Mitarbeiterbefragungen) können diese Prozesse vereinfachen – fehlen sie, werden die Prozesse sehr umständlich.
Mitarbeitende leisten einen Beitrag durch ihre Arbeit und möchten diesen honoriert sehen. Hieraus leitet WTW fünf Maßnahmen ab, welche die Employee Experience schnell und nachhaltig optimieren können. Dazu zählen Flexibilität, fair Vergütung, geschulte Führungskräfte, nah an den Mitarbeitern zu bleiben und eine aktive Employee Experience Strategie.
Fünf Maßnahmen für eine bessere Employee Experience

Quelle: 2021 Employee Experience Survey, Daten für Westeuropa, Willis Towers Watson

Über die Studie

Im Mai 2021 befragte Willis Towers Watson weltweit rund 1.550 Unternehmensvertreter, die insgesamt 9.45 Millionen Mitarbeitende repräsentieren, darunter 173 Unternehmen in Westeuropa mit insgesamt 1.2 Millionen Mitarbeitenden. Die Ergebnisse geben Auskunft über den Status Quo, Pläne und Herausforderungen, die Unternehmen in Bezug auf die Employee Experience sehen.

Über Willis Towers Watson

Willis Towers Watson (NASDAQ: WLTW) gehört zu den weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Advisory, Broking und Solutions. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, aus Risiken nachhaltiges Wachstum zu generieren. Unsere Wurzeln reichen bis in das Jahr 1828 zurück – heute ist Willis Towers Watson mit 45.000 Mitarbeitern in über 140 Ländern und Märkten aktiv. Wir gestalten und liefern Lösungen, die Risiken beherrschbar machen, Investitionen in die Mitarbeiter optimieren, Talente fördern und die Kapitalkraft steigern. So schützen und stärken wir Unternehmen und Mitarbeiter. Unsere einzigartige Perspektive bietet uns einen Blick auf die erfolgskritische Verbindung personalwirtschaftlicher Chancen, finanzwirtschaftlicher Möglichkeiten und innovativem Wissen – die dynamische Formel, um die Unternehmensperformance zu steigern. Gemeinsam machen wir Potenziale produktiv.

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